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Die forcierte Sprachanpassung: Neusprech ist real.

Aktualisiert: 14. Apr.

Einfache Lesbarkeit ist nicht mehr gestattet, indem man nur die kürzere männliche Version eines Wortes nutzt und sich die anderen 72 Geschlechter dazudenkt. Zudem fallen immer mehr Kulturbegriffe wie Zigeunerschnitzel, Mohrenkopf, Negerkuss, und andere der "Cancel-Culture" zum Opfer. Früher Asylant oder Ausländer: heute heißen sie Flüchtlinge oder Migranten. Auch Euphemismus (Beschönigung) macht sich breit.

Werte Leser*Innen, MenschInnen, liebe Nicht-Männer und Nicht-Frauen, Kinder und Kinder/innen, sowie Inter*+Diverse, Drags, Trans- und Pansexuelle,


Was soll der Quatsch?

Für mich reichen die äußeren Geschlechtsorgane vollkommen aus und ich bin der Meinung, dass wir in unserer Sprache nicht berücksichtigen müssen, ob sich jemand als Briefkasten, Kühlschrank, oder irgendein anderes Geschlecht in seinem Körper fühlt oder zu was er/sie/es sich sexuell hingezogen fühlt. Über 99,9% der Menschen lassen sich durch dieses einfache Unterscheidungskriterium (Geschlechtsteile) in Männlein und Weiblein einteilen. Das macht Kommunikation einfacher. Auf Zwitter und andere Spezialfälle müssen wir daher in unserer Sprache keine Rücksicht nehmen. Werden solche Spezialfälle bei einem Jobangebot ausgeschlossen, nur weil sie nicht genannt werden? Keineswegs!


Mein Vorschlag

Benutzt doch nur noch die männliche Version. Ich weiß, dass bspw. Studenten und Lehrer immer dazu angehalten werden "Schülerinnen und Schüler" zu schreiben, aus Studenten werden Studierende und aus Radfahrern werden Radfahrende!?

Wo ist das Problem, einfach nur die männliche Version zu benutzen und sich alles andere dazuzudenken, wenn man will? Ein Beispiel:

"Die Schüler der Klasse 5d waren stinksauer, dass sie Masken tragen müssen"

Stellen Sie sich unter "Schüler" jetzt wirklich nur männliche Schüler vor oder haben

Sie die Vorstellung, dass auch Mädchen damit einbezogen sein könnten?


Einfach mal gegen den Trend!

Setzen Sie Mitdenken bei ihren Zuhörern voraus. Dass unsere Sprache auf Effizienz getrimmt ist, sehen wir am Inklusiven der männlichen Version: Sie beinhaltet auch das Weibliche.

Umgekehrt beinhaltet das Weibliche aber nicht das Männliche! So sollte es für eine Frau legitim und ausreichend sein, wenn sie sagt, dass sie als Schauspieler, Musiker, Lehrer, etc. pp. arbeitet. Natürlich darf sie auch weiterhin das Weibliche betonen und sagen, dass sie Schauspielerin, Musikerin, Lehrerin, etc. pp. ist, sie muss es aber nicht.

Im unteren Video treibt es ein Abgeordneter der AfD beim Gendern auf die Spitze, aber hören Sie sich selbst diesen Schwachsinn an:

Ich habe auch keine rassistischen Gefühle, nur weil mir die Medien weis machen wollen, dass ich jetzt kein Zigeunerschnitzel und keine Mohrenköpfe mehr essen dürfe. Von dieser Sprachpolizei lasse ich mir mein Denken und meine Ausdrucks-weise nicht verbieten.


Unsere Sprache verkommt immer mehr

Wir haben mittlerweile extrem viele Anglizismen im Sprachgebrauch, insbesondere bei Akademikern, die besonders schlau klingen wollen, indem sie englische Wörter verdeutschen. So wird aus dem englischen "Vaccine" zu deutsch "Impfstoff" nun das Wort "Vakzin". Anstatt anderen Rückmeldung zu geben, gibt man heute Feedback. Was man früher "Auskunft" nannte, heißt heute "Service Point" , "Sprachnachrichten" nennt man jetzt hipp "Voicies", "Kaffeehäuser" heißen "coffee shops" und Dinge "zum Mitnehmen" kommen jetzt aus "Togo", zum Bsp. ein Kafee To Go.

Jeder Dreck aus dem Englischen wird ins Deutsche übernommen, außer eine Sache, die im Englischen ziemlich knorke ist: Es gibt so gut wie keine weiblichen Formen für Berufsbezeichnungen. Dort gibt es nur den "worker", aber keine "workerin", einen "supervisor" (Aufseher) aber keine "supervisorin".

Die einzige Ausnahme, die mir einfällt, ist die "Actress" (Schauspielerin) im Gegensatz zum "Acter". Dem Phänomen "Denglisch" widmete auch die Acapella-Band Wise Guys ein Lied.


Euphemismen und Entmenschlichung

Krieg klingt für zart besaitete Seelen viel zu brutal. Deswegen sagt man im Neusprech lieber humanitäre Intervention oder (vorübergehender) Kampfeinsatz. Die unschuldigen, zufälligen Toten nennt man Kolleteralschäden, arbeitende Menschen werden zur Ware, zu Humankapital degradiert oder zu einer Kraft umdefiniert: Die Putzkraft, die Fachkraft, usw.

Zwangsabgabenverweigerer mutet zu heroisch an, wenn man sich bei der GEZ querstellt. Deswegen hat man den Begriff Beitragshinterzieher geprägt. Er/sie trägt nichts bei zur Gemeinschaft und hinterzieht, der/die Böse!

Experimentelle mRNA-Giftspritze ist ebenfalls zu ehrlich. Deswegen spricht man lieber von einem 95%-wirksamen Impfstoff.

Damit sind wir aber nicht allein: Der amerikanische Sozialkritiker und Kabarettist George Carlin hat diese Unart, Wörter zu verwenden, die die Wahrheit verbergen oder verbiegen, schon 1990 kritisiert. Die Amerikaner treiben es nämlich noch mehr auf die Spitze und sprechen dabei liebevoll von der Verwendung von "soft language".



George Carlin hat es schön auf den Punkt gebracht: „Wir denken in Sprache. Die Qualität unserer Gedanken und Ideen kann nur so gut sein wie die Qualität unserer Sprache.“ Deshalb:


Denk drüber nach, was du sagst!

Es gibt tausende Verdrehungen in der heutigen Sprache, die den meisten Menschen gar nicht mehr auffallen. Da ist von Lohn- und Steuerangleichungen die Rede, obwohl alles nur teurer wird und weniger übrig bleibt. Lohnsenkungen und Steuererhöhungen müsste es heißen. "Rettungsschirme für Banken" müssten eigentlich "100 prozentige Haftungsübernahme für Raubtierkapitalisten durch den Steuerzahler" heißen.

Aber nochmal: Das Stimmvieh möchte lieber mit trügerischen Worten umgarnt werden, als mit der Wahrheit konfrontiert zu werden.



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